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Stromanbieter kündigen

Eine Preiserhöhung steht ins Haus, ein günstigerer Anbieter hat sich am Markt etabliert oder ein Umzug wird nötig – es gibt zahlreiche Gründe, warum der Vertrag mit einem Stromanbieter gekündigt wird. Glücklicherweise muss sich der Kunde oft nicht selbst um die Kündigung kümmern. In einigen Fällen müssen jedoch bestimmte Formalitäten beachtet werden, damit das Vertragsende tatsächlich rechtsgültig wird.

Stromanbieter kündigen – was zu beachten ist

Grundsätzlich haben die Verbraucher in Deutschland freie Hand bei der Auswahl ihres Stromversorgers. Mit circa 1.000 Anbietern am Markt ist das nicht immer eine leichte Entscheidung. Wer nicht ausreichend vergleicht, muss später mit überhöhten Kosten rechnen. Das Naheliegendste ist es dann, dem Stromanbieter zu kündigen. Die Kündigung selbst kann als formloses Schreiben verfasst werden. Enthalten sein sollten aber Name und Anschrift, die Kundennummer, das Datum der gewünschten Kündigung und die Aufforderung, eine schriftliche Bestätigung der Kündigung zu senden.

Ob und wann die Kündigung dann allerdings wirksam wird, entscheidet der zuvor geschlossene Vertrag. Die darin vereinbarten Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen behalten auch dann Gültigkeit, wenn man mit den Leistungen nicht zufrieden ist und dem Stromanbieter kündigen möchte. Eine Ausnahme: Der Versorger erhöht seine Preise. In diesem Fall kann man vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und dem Stromanbieter jederzeit kündigen. Das Kündigungsschreiben sollte dann einen Hinweis auf die Preiserhöhung enthalten.

Eine weitere Ausnahme ist ein Umzug. In diesem Fall ist die Kündigung auch dann möglich, wenn die Vertragslaufzeit noch nicht beendet ist. Voraussetzung ist allerdings, dass der alte Versorger den gebuchten Stromtarif am neuen Wohnort nicht zu den gleichen Konditionen anbieten kann.

Kündigung bei Anbieterwechsel

Will man den Anbieter wechseln, muss man in der Regel nicht selbst aktiv werden. Zu den Vertragsunterlagen des neuen Versorgers gehört eine Kündigungsvollmacht. Erteilt man diese Vollmacht, kann dieser die Formalitäten erledigen und dem alten Stromanbieter kündigen. Das ist nicht nur unkomplizierter für den Verbraucher, auf diesem Weg wird gleichzeitig sichergestellt, dass der neue Vertrag erst dann in Kraft tritt, wenn der alte tatsächlich aufgelöst wurde.